Das goldene Haus von Samarkand

Wir zwölfjährigen Jungs scharten uns im engen Halbkreis zusammen; Schulter an Schulter, die Rücken schirmten einer Wand gleich unsere Geheimnisse von der Außenwelt. Diese bestand im konkreten Fall aus den übrigen Besuchern der szenegebenden Bahnhofsbuchhandlung, womöglich auch unseren Lehrern, deren Blicken und Verweisen es wie üblich zu entgehen galt. Denn wir waren auf Klassenfahrt und warteten am Bahnhof der großen Stadt auf irgendeinen Zug, der uns ins Nirgendwo eines Landschulheims verfrachten sollte. In der mit dem üblichen Schund reichlich angefüllten Bücherbude verbrachten wir bestens unterhalten die Wartezeit. Doch nicht die im Schaufenster drapierten Landserabenteuer oder Cowboyheldentaten hatten es uns angetan, sondern ein mindestens zwei zwölfjährige Jungshöhen langes Regal, angefüllt mit Comics – eine Auswahl, die wir bis dahin noch nicht gesehen hatten.

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