Dem perfiden Albion seine rotte Tochter

Der deutsche Feuilletoneur, der mag die lichte Tochter Albions ja gar nicht leiden. Dass diese Mammonhuldiger von der Wall Street der deutschen Kultur so bös ans Bein gepisst, dass erträgt die Edelpfauenfeder kaum, ob rechts, ob links der Schädel im politischen Kuriositätenkabinett verschraubt. Wenn, dann kann man dieses Amerika in seiner alles abtragenden, transformierenden Macht nur verkniffenen Mundes und Arschlochs akzeptieren, der Rechte jaulend: Da herrsche noch Waffenstolz und Kriegestüchtigkeit, der Linke: Da sei ja die Liberalität zu Haus, in dem selben Judith Butler unter Dache Maisonett bezogen habe. Nur so ertragen sie den sich zwischen Weltozeanen erhebenden Leviathan: als Ideal, Fiktion ihrer Sehnsüchte. Ein Hass aber verbindet sie – der gegen das geldheckende, geschäftstüchtige Amerika, das ihnen so fremd.

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