Trigger Warning

Die Freiheit der Rede wird nicht von den aggressiven, schimpfenden, beleidigenden und schreienden Typen bedroht. Sondern von denen, die es nicht ertragen, beschimpft, beleidigt und angeschrien zu werden. So zumindest zeichnet Mick Hume die Lage der free speech in seinem Buch ‚Trigger Warning‘. Es seien die ostentativ Dünnhäutigen, die ihre Hypersensibilität moralisch aufladen und gegen das freie Wort in Stellung brächten. Ihre Schwäche, ihre selbstgewählt Opferrolle wandele sich in den Augen einer das Opfer sakralisierenden Gesellschaft in Stärke. „Aber Worte können auch verwunden!“, jammere wer, und schon solle das Wort in Folge dieser Phrase dem Schießgewehr gleichgesetzt, verboten oder zumindest eingehegt, genehmigunspflichtig gemacht werden. Ich denke, seine Sicht der Dinge hat einiges für sich.

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Slaughterhouse-Five & Yalu

Kurt Vonnegut schreibt über Lots Frau:

And Lot’s wife, of course, was told not to look back where all those people and their homes had been. But she did look back, and I love her for that, because it was so human. So she was turned into a pillar of salt. So it goes.

Gott hatte die Unrechten bestraft, und er setzte sie ins Unrecht, indem er ihre menschliche Natur, die er ihnen doch eingehaucht hatte, für böse und ausmerzenswert erklärte. So it goes.

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